Coblens from Koblenz

coblens_header

28 Jan Coblens from Koblenz

coblens_1

Coblens darf man getrost als einen der erfolgreichsten Newcomer der jüngsten Vergangenheit bezeichnen. Das Label von Ralf Schmidt, Fabian Hofmann und Nils Kaesemann konnte sich schnell am Markt etablieren und vermittelt den Eindruck, es wäre irgendwie schon immer da gewesen. Das liegt bestimmt nicht am gelungenen Namensspiel, sondern vielmehr daran, dass bei Coblens von Anfang an alles einen runden Eindruck vermittelte – vom Logo-Artwork über die Anzeigenkampagne bis hin zum avantgardistischen Messestand. Alles scheint harmonisch aufeinander abgestimmt zu sein. Dabei ist Coblens nicht vorgeschoben Retro. Es ist auch keine Gefühlswelt, die vordergründig auf eine bestimmte Zeit einstimmt, sondern vielmehr eine, die durch die Hintertür ein wohliges Gefühl erzeugt. Coblens ist nicht technoid-clean; durch die gewählten Farben und Materialien wirkt es eher gemütlich. Das Haptische steht immer im Vordergrund – bei der Verpackung, dem Interieur und ganz besonders bei den Brillen.

In den von Fabian Hofmann designten Modellen werden dabei Materialien aus der ganzen Welt verbaut. Bei Coblens ist man immer auf der Suche nach der bestmöglichen Qualität, gefertigt werden sämtliche Produkte grundsätzlich in Handarbeit. Auch wenn man es den Brillen zunächst nicht ansieht, Coblens investiert viel Energie in die Entwicklung neuer Herstellungsverfahren und Oberflächenvergütungen. Coblens Brillen überzeugen durch eine besondere Ausdrucksform, die zwar wiedererkennbar, nicht aber aufdringlich ist.

Die konzeptionelle Stärke von Coblens wird deutlich, wenn man das Geschäft in Koblenz betritt. Auf den ersten Blick glaubt man weniger, bei einem Optiker zu sein, als in einem Concept Store eines Interieur-Designers – nicht zuletzt aufgrund der konsequent umgesetzten Farbwelten. Diese spiegeln sich nicht nur in den Kampagnenvisuals, sondern auch im Mobiliar, den Lampen, den Wandtafeln, im Fußboden und sogar in den Schubladen-Fonts wider, hinter denen sich die begehrten Schätzchen verstecken.

Auch bei ihrer ersten Koop „Coblens x HAW“ beweisen die Rheinländer mit Destination in der Hauptstadt Stilsicherheit. Die von Hermann August Weizenegger designten Brillen sind zweifelsfrei ein Hingucker der besonderen Art. Apropos Hauptstadt – im Frühjahr eröffnet Coblens seinen zweiten eigenen Store. Direkt in Berlin Mitte werden dann nicht nur die eigene, sondern auch Kollektionen anderer Designer Labels angeboten.

Kommt eine Marke so konzeptionell daher wie Coblens, nehmen wir uns verbal gerne mal zurück und lassen stattdessen Bilder sprechen. Viel mehr noch, für Coblens eröffnen wir in unserem Magazin sogar eine neue Kategorie frei nach dem Motto „talk less – show more“. Herzlich willkommen zu unserem ersten MOODBOARD.

coblens_2

coblens_3

coblens_4

coblens_5